Wien - Der Menschenrechtsbeirat (MRB) spricht sich für einen Erlass an Gendarmerie- und PolizeibeamtInnen zur "Sensibilisierung für die Bedeutung der Sprache" aus. In seiner Sitzung vom Dienstag befasste er sich mit dem "immer wieder behaupteten diskriminierenden Sprachgebrauch in der Sicherheitsexekutive" - und plädierte für eine diesbezügliche sprachwissenschaftliche Untersuchung, weil es eine solche offensichtlich europaweit nicht gebe. Eine der Kommissionen des MRB hat Fälle von über 48 Stunden hinausgehender Anhaltung von Fremden in Verwahrungsräumen von Grenzbezirksstellen festgestellt. Der Beirat diskutierte in seiner Sitzung den Entwurf eines Erlasses dafür. Er wird voraussichtlich in der nächsten Sitzung am 13. März 2001 vorgelegt. Diskutiert wurde auch über Kommissionsberichte über weibliche Häftlinge in Polizeigefangenenhäusern. Eigentlich sollten Frauen dort von Beamtinnen beaufsichtigt werden, was aber auf Grund der verhältnismäßig geringen Anzahl von Mitarbeiterinnen nicht immer möglich ist. Deshalb soll in einem ersten Schritt durch organisatorische Maßnahmen sichergestellt werden, dass weibliche Häftlinge - soweit wie möglich - in Gefangenenhäusern untergebracht werden, in denen die Betreuung durch Frauen sichergestellt werden kann, berichtete der MRB. (APA)