Medienstaatssekretär Franz Morak, karenziertes Mitglied des Burgtheaters, in den Achziger Jahren für einige Zeit Sänger im Rahmen der österreichischen New Wave und seit ziemlich genau einem Jahr Staatssekretät für Kunst und Medien der schwarz-blauen Regierung, ist heute, Montag, zu Gast im derStandard.at -Chat. Von heftigen Diskussionen begleitet waren die von Franz Morak vollzogenen Budgetkürzungen im Kultursektor im abgelaufenen Jahr. Die von Franz Morak geplante "Umstrukturierung der Kunstsektion" für eine "Anpassung an veränderte Herausforderungen und Ansprüche" sorgt aktuell für Kontroversen. Stellungnahmen von Franz Morak zur inhaltlichen Ausrichtung der Kulturpolitik waren im Vergleich etwa zu seinen bundesdeutschen Ressortkollegen ausgesprochen rar. Im Chat haben Sie als UserInnen die Möglichkeit, Fragen zu stellen.
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Splitter aus einem STANDARD-Interview mit Franz Morak am 28. 11. 2000 "Ich hab? am Anfang gesagt, ich möchte arbeiten - zum Wohle der Künstler. Und die Bilanz der ersten zehn Monate ist atemberaubend, was die Umsetzung der Forderungen der Künstlerschaft betrifft - wie die Künstlersozialversicherung." "Kreativität wird zunehmend ein Teil der Wirtschaft. Das ist eine spartenübergreifende Angelegenheit zwischen dem Finanzminister, dem Wirtschaftsminister, mir und vielen anderen." STANDARD: Der Freiheitliche Karl Schweizer sprach sich gegen die Förderung von Public Netbase aus, da der Verein nicht die Hand, die einen füttert, beiße, sondern in die Halsschlagader. Wie gehen Sie mit einem solchen Satz um? "Sie werden nicht von mir erwarten, dass ich einen Abgeordneten kommentiere, der reden kann, was er will. Ich fühle mich da weder genötigt noch aufgefordert." [ Das Interview im Volltext ]
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Bei der ORF-Enquete "Quo vadis, öffentlich-rechtlicher Rundfunk?" bezeichnete sich Franz Morak selbst als "Anwalt für unabhängigen Journalismus und Medienfreiheit". Was die Medienpolitik des Landes betreffe, sei ein "enormer Aufholbedarf" gegeben. (DER STANDARD, 18. Jänner 2001) Zur Nachlese ein STANDARD-Interview mit Franz Morak vom 24. Jänner 2001 Morak: "Junktimierung mit dem ORF-Gesetz wird's nicht spielen" (red)