Neu Delhi - Die indische Regierung hat nach dem Erdbeben Ende vergangener Woche Steuererhöhungen beschlossen. Mit den zusätzlichen Einnahmen solle der Wiederaufbau im am schwersten betroffenen Bundesstaat Gujarat finanziert werden, sagte Kabinettssprecher Pramod Mahajan in Neu Delhi. zweiprozentige Mehrbelastungen Dazu werde die Steuer auf alle Einkommen von mehr als 18.923 S (1.375 Euro/60.000 Rupien) im kommenden Haushaltsjahr, das Ende März beginnt, um zwei Prozent erhöht. Weitere zweiprozentige Mehrbelastungen müssten die Unternehmen tragen, fügte Mahajan hinzu. Materiellen Schäden werden auf 50 Milliarden Schilling geschätzt Insgesamt sollen demnach die Steuererhöhungen Mehreinnahmen von 4,10 Mrd.S (298 Mill. Euro/13 Milliarden Rupien ) einbringen. Mahajan sagte, die Anhebungen seien durch "die außergewöhnlichen Umstände" notwendig. Alle Zusatzeinnahmen würden in den Wiederaufbau und die Rehabilitation Verletzter fließen. Der Verband der indischen Handelskammern schätzt die durch das Erdbeben verursachten materiellen Schäden auf annähernd 50 Milliarden Schilling. Regierung dementiert Chaos Unterdessen wies Premierminister Atal Behari Vajpayee Vorwürfe zurück, es gebe große Missstände bei den Rettungsarbeiten im Krisengebiet. Vajpayee reagierte damit auf Kritik von Hilfsorganisationen und indischer Presse, die Arbeit der Retter sei wegen mangelnder Koordination zu einem Chaos geworden. (APA)