Chesapeake - Im US-Staat Virginia muss ein Vater für 30 Tage ins Gefängnis, weil er seine siebenjährigeTochter in eine Hundehütte eingesperrt hat. Der 33-Jährige muss darüber hinaus 500 Dollar (532 Euro/7.315 S) Strafe zahlen und einen Elternkurs besuchen. Der Mann erklärte dem Richter, er habe seine Tochter für mindestens zwei Nächte ausgesperrt, da weniger harte Strafen nichts an ihrer Unartigkeit geändert hätten. Er habe ihr zeigen wollen, dass ihr Obdachlosigkeit drohe, wenn das Zusammenleben mit ihm nicht funktioniere. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft musste die Siebenjährige zwei Wochen in der Hundehütte schlafen. Die Polizei wurde im August von einer Nachbarin alarmiert, die das Kind nach eigener Aussage "Bitte, Daddy, lass' mich rein" hatte rufen hören. Als die Polizei das Mädchen entdeckte, hatte es seit zwei Tagen nichts gegessen oder sich gewaschen. Das Kind war von Mückenstichen übersät und von Regenwasser, das durch das undichte Dach der Hütte sickerte, völlig durchnässt. Das Mädchen und seien zehnjährige Schwester leben inzwischen bei ihrer Großmutter in Kalifornien. Der Vater hatte das Sorgerecht für die Geschwister erhalten, nachdem die Behörden sie bei ihrer Mutter in einer völlig verwahrlosten Wohnung entdeckt hatten. (APA/AP)