Klagenfurt - Die von Landeshauptmann Haider vor Weihnachten ausgesetzten Beförderungen und Pragmatisierungen von 107 Bediensteten des Amtes der Kärntner Landesregierung werden jetzt doch vorgenommen. Das gab der Vorsitzende der Zentralpersonalvertretung, Herwig Rettenbacher, am Freitag bekannt. Wie Rettenbacher erklärte, habe es nach einem erfolglosen Gespräche mit Landesamtsdirektor Reinhard Sladko vor wenigen Tagen eine Informationsveranstaltung mit den Betroffenen gegeben. Dabei sei diesen mitgeteilt worden, dass auf Grund eines Gutachtens einer renommierten Wiener Anwaltskanzlei eine "sehr gute Chance" bestehe, im Klagsweg die Beförderung bzw. Pragmatisierung zu erreichen. Die Gewerkschaft habe bereits Rechtsschutz zugesagt. "Der Großteil der Betroffenen war auch zu einer Klage bereit", sagte Rettenbacher. Dies habe den Landeshauptmann offensichtlich zum Einlenken veranlasst. Rettenbacher wertet dies als "Erfolg unserer konsequenten Linie". Er erwartet sich von Haider jetzt auch baldige Verhandlungen über eine echte Besoldungsreform in der Kärntner Landesverwaltung. Dies sei eine langjährige Forderung der Zentralpersonalvertretung. (APA)