Zum aktuellen Thema "Aufrüstung im Weltall" bietet Telepolis, das Magazin der Netzkultur, unter www.telepolis.de eine Artikelserie, die sich kritisch mit den militärischen Plänen der neuen US-Regierung auseinandersetzt.

"Eine meiner wichtigsten Aufgaben"

"Das Militär wieder zu stärken, halte ich für eine meiner wichtigsten Aufgaben." Mit diesen Worten machte George W. Bush zu seinem Amtsantritt klar, welche Bedeutung die Verteidigungspolitik für ihn hat. Fürchtete die Clinton-Regierung eher den Infowar und den biologischen Krieg, konzentrieren sich George W. Bush und sein Verteidigungsminister Donald Rumsfeld wieder auf die "konventionellere" Bedrohung und planen Laserwaffen gegen Fernstreckenraketen einzusetzen.

Das umstrittene Raketenabwehrsystem der USA (NMD) sieht den Abschuss von Anti-Raketen-Raketen nicht mehr nur auf dem Festland, sondern auch auf See und im Weltraum vor. Eine von Donald Rumsfeld, dem neuen US-Verteidigungsminister, lange geleitete Kommission warnte, dass den USA im Weltraum ein "Pearl Harbor" drohe, wenn dort nicht eine militärische Überlegenheit gesichert werde. Außerdem müsse man für die nationale Sicherheit im Weltraum aufrüsten, um Störungen oder gar die Vernichtung von Kommunikationssatelliten zu verhindern. Auch bestehen Überlegungen, einen Vizeverteidigungsminister einzuberufen, der für den Weltraum, die Aufklärung und die Information zuständig sein soll.

Beleuchtung

Die Telepolis-Beiträge beleuchten, was hinter den Aufrüstungsplänen steckt, welche Visionen das Verteidigungsministerium hat, welche Ziele die Kommission zur nationalen Sicherheit verfolgt und welche Rolle die Kommunikationstechnologie dabei spielt.