Kathmandu - Bei einem Anschlag auf den Obersten Richter Nepals sind nach offiziellen Angaben am Samstag im Westen des Landes fünf Menschen ums Leben gekommen. Der Richter selbst sei unverletzt geblieben, teilte ein Sprecher des Innenministeriums am späten Samstagabend mit. Bei den Toten handelte es sich den Angaben zufolge um ein Mitglied der juristischen Delegation und vier Sicherheitskräfte, die den Richter bei einer Inspektionsreise begleiteten. Der Sprecher lastete das Attentat maoistischen Rebellen an, die seit vier Jahren für eine kommunistische Herrschaft in dem hinduistischen Königreich kämpfen. Ein weiterer Richter und zwei weitere Sicherheitskräfte seien verletzt worden, sagte der Sprecher. Die Delegation sei mit Bomben und Gewehrfeuer in Painsathhi im Bezirk Surkhet angegriffen worden. Bei dem Toten aus der Delegation handelte es sich um einen Richter an einem Berufungsgericht von Surkhet. Die maoistische Kommunistische Partei von Nepal äußerte sich zunächst nicht zu dem Attentat. Die Rebellen kontrollieren inzwischen bis zu 50 Prozent des nepalesischen Territoriums, hauptsächlich im Westen und in der Grenzregion zu Indien. Zu ihren Zielen gehört eine Landreform zu Gunsten der landlosen Bauern. In dem Konflikt sind seit Anfang 1996 mehr 1500 Menschen getötet worden. Nepal gehört zu den ärmsten Ländern der Welt und liegt auf der Südseite des Himalaya. (APA/Reuters)