Geht es nach dem Willen einiger amerikanischer Senatoren, dann geht es Online-Kiffern und ihren Links bald an den Kragen. Ein neuer Gesetzesvorschlag soll es verbieten, im Internet Informationen über illegale Drogen zu verbreiten. Schon ein Link auf solche Angebote könnte nach Angaben des Wired-Magazin mit einer Geldstrafe und einer Haftstrafe von bis zu drei Jahren verbunden sein. Damit sind insbesondere Links zu Seiten gemeint, auf denen die Marihuana-Raucher ihr "Zubehör" (Chillums, Wasserpfeifen etc.) erwerben können. Selbst Journalisten wären von diesem Verbot betroffen. Sie dürften nicht mehr über die Drogen-Kultur berichten und dabei auch auf die entsprechenden Sites verweisen. Auch Print-Produkte wie die High Times oder die Kiffer-Suchmaschine Yahooka wären von diesem Verbot betroffen. Dabei kann man über den Sinn dieser Maßnahme durchaus streiten. Bisher war die Hardliner-Politik gegen Drogen-Konsumenten in den USA nur in den seltensten Fällen ein Erfolg. Und den Drogen-Informationen im Internet kann durchaus auch eine aufklärerische Wirkung nachgesagt werden. In vielen Foren diskutieren Drogen-Anwender miteinander und teilnehmende Mediziner vermitteln Informationen über die Gefahren des Missbrauchs. (newsboard)