Wien - Der am Frankfurter Neuen Markt notierte Softwarehersteller Brain Force wird nach vorläufiger Rechnung für das abgelaufene Geschäftsjahr 2000 das Betriebsergebnis vor Abschreibungen und Firmenwertamortisation (EBITDA) um mindestens 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahreswert von 2,7 Mill. Euro (37,2 Mill. S) übertreffen. Wie Brain Force am Montag ad hoc weiter bekannt gab, wuchs das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) gegenüber dem Vorjahresergebnis von 2,2 Mill. Euro (30,3 Mill. S) im zweistelligen Prozentsatzbereich, es liegt jedoch deutlich unter dem Planwert. Als Grund nennt Brain Force außerordentliche Aufwände, die das EBIT belastet hätten. Der Umsatz erreichte im Konzern laut den vorläufigen Bilanzdaten 62 (nach 38,8) Mill. Euro, dies bedeutet eine Steigerung um fast 60 Prozent. Geplant hatte das Wiener Unternehmen für 2000 einen Umsatz von 50 Mill. Euro, der Planwert habe somit um fast ein Viertel übertroffen werden können. Sondereffekte Für die unter Plan liegende Entwicklung des Betriebserfolgs (EBIT) im Geschäftsjahr 2000 macht Brain Force mehrere Sondereffekte verantwortlich. Genannt wurden die Ausgliederung des Geschäftsbereichs "Websolution" aus der MMI Consulting in die 1gravity, die Verschiebung eines Großauftrags aus den Niederlanden in das erste Halbjahr 2001 und die Restrukturierung des Konzerns in drei Hauptgeschäftsbereiche. Für 2001 hat das Management ein Kostensenkungsprogramm erarbeitet. In allen Geschäftsbereichen solle eingespart werden, wie betont wurde. Als begleitende Maßnahme dazu werde die zentrale Abteilung für Controlling in Wien umorganisiert und um regionales Controlling erweitert. Aktie etwas leichter Am Frankfurter Neuen Markt notierten Brain Force am Montag Nachmittag mit 12.77 Euro um 3,26 Prozent unter dem Schlusskurs vom Freitag (13,20 Euro). (APA)