300 Angestellte des Westdeutschen Rundfunks (WDR) sind am Montag früh nach Angaben der IG Medien für vier Stunden in einen Warnstreik getreten. Der Sendebetrieb des Hörfunks und Fernsehens war nach Angaben der WDR-Pressestelle in Köln von dem Ausstand nicht betroffen. Mit dem Warnstreik sollte dagegen protestiert werden, dass die Arbeitgeber Vergütungserhöhungen von Verhandlungen über Einschränkungen bei der Altersversorgung abhängig machten, teilte der Landesbezirksvorstand NRW der IG Medien mit. Es gehe um eine Erhöhung der Ende August 2000 ausgelaufenen Tarife. Die IG Medien, die Deutsche Angestelltengewerkschaft, die Deutsche Orchestervereinigung und der Deutsche Journalisten-Verband hatten zu dem Warnstreik aufgerufen. Sie halten es nach eigener Darstellung für unseriös, Fragen der Alterssicherung mit der aktuellen Vergütungsrunde zu verknüpfen. An dem Konflikt sind nach Angaben von Peter Seifert von der IG Medien nicht nur der WDR, sondern alle ARD-Anstalten und das ZDF beteiligt. Er gehe davon aus, dass neben dem WDR auch andere Sender bestreikt würden, falls es nicht vorher zu einer Einigung komme. (APA/dpa)