Wien - Während die übrigen Gemeinderats-Parteien ihre Kandidaten für die Wiener Wahl bereits vorgestellt haben, steht bei der FPÖ nur eine Position fest: Die der Spitzenkandidatin Helene Partik-Pable. Über die restlichen Listenplätze gebe es noch "unterschiedliche Vorstellungen", betonte Partik-Pables Sprecher Herbert Rudolf am Montag, "das ist noch nicht zu einem fertigen Ganzen gefügt". Ob damit die Positionen des Landesparteichefs Hilmar Kabas und seines Generalsekretärs Michael Kreißl gemeint sind, ließ Rudolf offen. Bis spätestens 26. Februar sollen die Kandidatenlisten jedenfalls stehen. Zu entscheiden habe der Landesparteivorstand, so Rudolf. Allerdings sei es "gute Tradition" in der FPÖ, die Listen mit der Bundesparteispitze abzusprechen. Ob die Entwicklung in der Spitzelaffäre bei der Listenerstellung eine Rolle spielen werde, wollte Rudolf nicht kommentieren. Er erwarte jedenfalls, dass die Vorwürfe gegen Kabas und Kreißl "wie ein Kartenhaus" in sich zusammenbrechen werden. "Was-wäre-wenn-Fragen" wolle er nicht beantworten, meinte Rudolf, betonte aber gleichzeitig: "Jede Liste ist auch eine Visitenkarte einer Partei." (APA)