Wien - Das "Verleumdungsgebäude des Josef Kleindienst" habe sich in Schall und Rauch aufgelöst, erklärte der niederösterreichische freiheitliche Landesrat Ewald Stadler am Montag in einer Aussendung. Die gegen den früheren FPÖ-Klubobmann im Zug der Spitzelaffäre eingeleiteten Vorerhebungen wurden nun seitens der Oberstaatsanwaltschaft eingestellt. Trotzdem dürfe man nun aber nicht zur Tagesordnung übergehen, so Stadler. "Der wahre Skandal an dieser Angelegenheit ist die Art und Weise, wie die dubiosen Anschuldigungen des Josef Kleindienst medial und politisch instrumentalisiert wurden", sagte der freiheitliche Politiker. Insbesondere die Medien seien aufgefordert, "gezielte Falschbehauptungen künftig kritischer zu hinterfragen". Nicht vergessen werden dürfe zudem, dass die eigentlichen Leidtragenden des Spitzelskandals, "der in Wahrheit nichts anderes als ein einzigartiger Ermittlungsskandal ist, zahlreiche 'kleine' Exekutivbeamte sind, die nun bereits seit Monaten vom Dienst suspendiert sind und daher nicht unerhebliche Einkommenseinbussen hinzunehmen haben". (APA)