San Onofre - Ein Feuer in einem kalifornischen Atomkraftwerk hat zur automatischen Abschaltung eines erst kurz zuvor wieder in Betrieb genommenen Reaktors geführt. Wie ein Sprecher der Anlage in San Onofre mitteilte, brach der Brand am Samstagnachmittag in einem Schaltraum aus. Ursache war vermutlich ein Kurzschluss. Radioaktivität sei nicht ausgetreten, sagte Ray Golden vom Betreiberkonzern Southern California Edison. Nur zwölf Stunden vor Ausbruch des Feuers war der Reaktor nach einer routinemäßigen Inspektion wieder ans Netz gegangen. Die Feuerwehr löschte den Brand binnen 30 Minuten. Die Flammen zerstörten mehrere Ausrüstungschränke und einen Transformator. Angaben über die Höhe des Sachschadens lagen zunächst nicht vor. Reparatur- und Wartungsarbeiten könnten dazu führen, dass der Reaktor mehrere Wochen lang abgeschaltet bleiben muss, sagte Golden am Sonntag. Dies könnte auch die andauernde Energiekrise in Kalifornien beeinflussen. Bei voller Leistung erzeugt der Reaktor genug Strom für die Versorgung von 1,1 Millionen Haushalten. (APA/AP)