Belgrad - Die serbische Regierung hat am Montag im Parlament in Belgrad einen Gesetzesantrag auf Strafverkürzung eingebracht. Gemäß dem Gesetzesentwurf soll die Haftzeit je nach Straftat um 15 Prozent bis 25 Prozent gekürzt werden. Von der Strafmilderung sollen künftig Verurteilte profitieren. Das Parlament wird über den Regierungsvorschlag am kommenden Montag abstimmen. Die Regierung begründet ihren Vorschlag mit dem Umstand, dass immer mehr Bürger mit dem Gesetz in Konflikt geraten. Das ehemalige repressive Regime habe Präventivmaßnahmen als Form der Kriminalitätsbekämpfung ignoriert, so die Kritik der Regierung. Nach dem Oktober-Umsturz in Belgrad kam es in den größten Gefängnissen zu massiven Protesten seitens der Inhaftierten. Es wurden bessere Haftbedingungen und eine Strafmilderung gefordert. (APA)