Man könnte zwar "Superkarfiol", "Superbrokkoli" etc. züchten, die besonders viel an Krebs-verhindernden Stoffen aufweisen, doch am wichtigsten wäre insgesamt eine Umstellung der Ernährung, so Univ.-Prof. Dr. Siegfried Knasmüller. Die wichtigsten Eckpunkte:
  • Sojabohnen
  • Getreide jeglicher Art (Phytoöstrogene, Ballaststoffe, lang anhaltende Sättigung)
  • Obst und Gemüse mit hohem Vitamingehalt (Kiwi, Papaya, Paprika)
  • Lauch- und Kohlgemüse
  • Grüner Tee
Selbstverständlich sollte der Fleischkonsum unter Kontrolle gehalten werden. Knasmüller weiter: "Ein eindeutiger Krebs-Risikofaktor ist auch das Übergewicht." Man nimmt an, dass beispielsweise bei Frauen mit zu vielen Kilos das Fettgewebe durch seine zusätzliche Produktion von Östrogenen die Entstehung von Brustkrebs fördert. Umgekehrt gibt es Hinweise darauf, dass echte "Schmalkost" bösartig entartete Zellen in den Selbstmord treiben kann. Anders wiederum erklärt sich die Wissenschaft den beispielsweise vor Brustkrebs schützenden Effekt von aus Soja und anderen Pflanzen stammenden Phytoöstrogenen. Der Wiener Wissenschafter: "Diese Phytoöstrogene besetzen die Östrogenrezeptoren. Diese Östrogene aus Pflanzen haben aber nur eine geringe hormonelle Wirkung." An die okkupierten Rezeptoren kommen aber die stärker wirksamen körpereigenen weiblichen Geschlechtshormone nicht heran. Das verhindert die vermehrte Zellteilung und die Entstehung von Mammakarzinomen. Das größte Problem aller dieser Forschungen ist aber der Zeithorizont. Knasmüller: "Die Leute essen sich 30 bis 40 Jahre in eine Krankheit hinein." Bildung und Erziehung sei notwendig, um die Ernährung zu einem Schutzfaktor gegen Krebs zu machen. Synthetische Zusatzstoffe oder Rückstände von Pestiziden spielen hingegen rund um Krebs und Ernährung im Vergleich zu den übrigen schädlichen Aspekten de facto keine Rolle. (APA)