Wissenschafter der Kalifornia Universität in Berkeley haben schwere Sicherheitslücken bei der drahtlosen Übertragung von Daten mittels 802.11-Standard innerhalb so genannter "Wireless LANs (Lokal Aera Networks)" entdeckt . Laut Forschungsbericht sind die Löcher im "Wired Equivalent Algorithm (WEP) aufgetaucht. Der WEP sollte eigentlich die Daten während der drahtlosen Übertragung innerhalb eines Raumes vor unberechtigtem Zugriff schützen. Entweder die Übertragung unterbrechen oder die Daten abzufangen Wie die Wissenschafter angeben, könnten Hacker diese Verletzbarkeit des Wireless LAN ausnützen, um mit "billigem und einfachem 802.11-Standardequipment" entweder die Übertragung zu unterbrechen oder die Daten abzufangen und so heikle Informationen wie Passwörter auszuspionieren. Der 802.11-Übertragungsstandard wurde zunächst von Apple in sein AirPort-System eingebaut, mittlerweile vertrauen auch Notebookhersteller auf den Standard und setzen ihn wie z.B. Toshiba serienmäßig in ihre High-End-Laptops ein. Bersclüsseln Nikita Borisov, Mitglied des Forschungsteams, rät WEP-Anwendern ihre Daten nur verschlüsselt über ein Virtual Private Network (VPN) zu versenden: "Meine Befürchtung ist, dass beim serienmäßigen Einbau in die Hardware die Leute glauben, die Übertragung sei ohnehin sicher", so Borisov. Seinen Angaben zufolge kann ein Hacker mit entsprechender Antenne ins Netzwerk eindringen, auch wenn er bis zu zwei Kilometer entfernt ist. Vorausgesetzt, es gibt keinerlei Störquellen dazwischen. Im Bericht werden abschließend die Entwickler des Wired Equivalent Algorithm kritisiert, weil sie auf den Einbau von Verschlüsselungsmöglichkeiten vergessen hätten. Trotz des schwerwiegenden Sicherheitsmängel wird jedoch eingeräumt, dass es im Unterschied zu Web-Attacken Hackern erst gelingen müsse, physisch sehr nahe an ein Wireless LAN heran zu kommen. (pte)