Eisenstadt - Die positive Wirtschaftslage im Ziel-1-Gebiet Burgenland animiert zum Unternehmertum. Im Vorjahr gab es im Burgenland knapp 700 Neugründungen, für heuer rechnet der Präsident der Wirtschaftskammer, Franz Kröpfl, sogar mit 1.000 neuen Firmen. "Die Vorzeichen stimmen", meinte Kröpfl am Dienstag bei der Präsentation einer Studie des oberösterreichischen Institutes Dr. Brunmayr, in dem das Gründerservice der Wirtschaftskammer Burgenland im Österreich-Vergleich am besten bewertet wird. Ein Zuwachs von 1.000 neuen Unternehmen sei angesichts der Größenordnungen im Burgenland - mit 9.200 Firmen ingesamt - herzeigbar, stellte Kröpfl fest. Als wichtige Anlaufstelle für Firmengründer hat sich das von der Kammer eingerichtete Gründerservice erwiesen. In nur eineinhalb Jahren verzeichnete es 11.000 Informationskontakte, 1.720 Gründerberatungen und zahlreiche Aktivitäten, wie Schulaktionen, Nachfolgebörse im Internet usw. Mit knapp 40 Kontakten täglich zählt das Gründerservice zu den am meisten frequentierten Servicestellen der Kammer.´ Wie der Leiter des Gründerservice im Burgenland, Lorenz Hoffmann, bestätigte, boomen vor allem die so genannten New Economy Betriebe. "Generell geht die Entwicklung in Richtung Dienstleistung. Besonders dynamisch ist hier der Bereich Informationstechnologie, aber auch Finanzdienstleistungen." Was die Gründer-Politik betrifft, sei aber noch einiges zu tun, meinte WK-Chef Kröpfl. "Bürokratie und Behördenwege sind nach wie vor die größten Hindernisse auf dem Weg zum Jungunternehmertum. Platz zwei gehört dem Problembereich Finanzierung/Kosten." (APA)