Wien - Abgewiesen wurde jetzt die Klage der Arbeiterkammer gegen den Handelskonzern Peek & Cloppenburg (P&C) vor dem Wiener Arbeits- und Sozialgericht: Die AK klagte im Namen einer ehemaligen Mitarbeiterin des deutschen Textilhandelsunternehmens in Österreich. Vorwurf war, die so genannten "Rahmendienstverträge" seien sittenwidrig. Die AK wird berufen. In einer Aussendung schreibt P&C, dass der Vorwurf der "Arbeit auf Abruf nicht aufrechterhalten" werden könne, da "der Arbeitseinsatz auf dem Konsensprinzip" beruhe. Ralph Schmidt, Geschäftsführer der Filiale an der Mariahilfer Straße sagt: "Das gibt es in Deutschland seit 25 Jahren." Man biete Personen, die nicht prinzipiell auf ein regelmäßiges Einkommen angewiesen seien - etwa Studenten oder Pensionisten - diese Verträge an. Von rund 700 Mitarbeitern in den zwei österreichischen Filialen sei mit der Hälfte solches vereinbart worden. (szem, DER STANDARD, Printausgabe 7.2.2001)