Oklahoma City - Etwa 250 Menschen wollen bei der Exekution des Bombenattentäters von Oklahoma City zuschauen. Es handelt sich dabei um Überlebende und Angehörige der Opfer des Bombenattentats vom 19. April 1995, bei dem 168 Menschen starben und mehr als 500 verletzt wurden. Der Täter Timothy McVeigh soll am 16. Mai mit der Giftspritze in einem Staatsgefängnis im US-Staat Indiana hingerichtet werden. Die hohe Zahl von Zuschauern stellt die Verantwortlichen des Gefängnisses von Terre Haute vor Probleme. Die Todeskammer verfügt lediglich über acht Plätze für Zeugen. Überlebende und Angehörige haben bei der zuständigen Richterin angefragt, ob es möglich sei, die Exekution für alle, die keinen Platz fänden, per Video zu übertragen. Die Öffentlichkeit soll von dieser Übertragung aber ausgeschlossen sein. Obwohl es bisher keinen vergleichbaren Fall gebe, sehe sie keine rechtlichen Hindernisse für eine Übertragung, hieß es in einer Stellungnahme der Richterin. Im Jänner hatte die US-Regierung rund 1.100 vom Bombenanschlag betroffene Personen angeschrieben. Gegner der Todesstrafe kritisierten dieses Vorgehen. Es ermutige die Leute zu Enthusiasmus wegen der Hinrichtung. McVeigh hat noch bis zum 16. Februar Zeit, den US-Präsidenten George W. Bush um Gnade anzurufen. Bisher hat er auf alle Gnadengesuche verzichtet. McVeigh wäre der erste Mensch seit 1963, der auf Betreiben der US-Regierung hingerichtet würde. (APA/Reuters)