Prag - Die Erste Bank der Oesterreichischen Sparkassen will in der Gruppe ihre Kundenzahl von derzeit acht auf zehn Millionen erhöhen, gab Generaldirektor Andreas Treichl am Dienstagnachmittag in einer Pressekonferenz in Prag bekannt. Ziel sei in den Märkten, in denen die Bank derzeit tätig sei, einen Marktanteil von 25 bis 30 Prozent zu erreichen. Treichl wies Spekulationen zurück, nach denen die Übernahme der tschechischen Ceska Sporitelna (CS) und der slowakischen Slovenska Sporitelna (SLSP) negative Auswirkungen auf das Ergebnis habe. Die Konkurrenten würden sehr überrascht sein, wenn sie die Ergebnisse für das Jahr 2000 sehen. Expansion in Tshechien In Tschechien soll die Zahl der CS-Filialen und auch ihre Effizienz erhöht werden. Derzeit hat die CS rund 700 Zweigstellen, was für Tschechien nicht viel sei, so Treichl. Die Kundeneinlagen bei der CS lagen zu Jahresende 2000 bei fast 326 Mrd. Kronen (9,40 Mrd. Euro/129,4 Mrd. S), was gegenüber Ende 1999 ein Plus von rund 12 Prozent bedeutet. Die Strategie in Tschechien werde die Konzentration auf die Mittelbetriebe sein. Ziel sei es "nahe am Kunden" zu bleiben. Als größte Konkurrenten in Mittelosteuropa nannte der Erste Bank-Chef den italienischen Unicredito, die belgische KBC und die HypoVereinsbank, in die die Bank Austria als Teilkonzern integriert ist. Die KBC hat 1999 das tschechische Kreditinstitut CSOB (Ceskoslovenska obchodni banka) mehrheitlich übernommen. Unicredito und HypoVereinsbank sind an der Übernahme der zur Privatisierung anstehenden tschechischen Komercni banka interessiert.(APA)