Wien - Der Wintersport ist um einen Trend reicher: Short Carver, auch Skiboards genannt. Was für Erwachsene eine willkommene Abwechslung bedeutet, birgt vor allem für Kinder ein unakzeptables Verletzungsrisiko. Darauf wies am Mittwoch das Institut "Sicher Leben" in einer Aussendung hin. Trendiges Gleiten und Carven im Schnee mit hohem Fun-Faktor - das wird gewünscht, wenn man sich den neuesten Renner aus der Wintersportabteilung zulegt: Die vorne und hinten aufgebogenen Skiboards alias Short Carver. Was auf den ersten Blick unbedenklich und besonders für Kinder zum Austoben geeignet erscheint, hat allerdings einen Haken: Bei fast allen Boards fehle die Auslösebindung, bemängelt das Institut "Sicher Leben". Für Erwachsene "nicht unbedingt gefährlich" Für den erwachsenen Skiboarder ist dieses Manko auf Grund des kurzen Hebelarms nicht unbedingt gefährlich. Anders verhält es sich aber bei Kindern oder kleinen, zierlichen Erwachsenen: Hier bilden diese Boards im Verhältnis zur Körpergröße einen zu großen Krafthebel. Die Hersteller empfehlen diese Skiboards daher nur für Personen über 150 Zentimeter Körpergröße. "Um eine Gefährdung durch unsachgemäße Verwendung zu vermeiden, wäre es sinnvoll, starre Bindungen derart zu montieren, dass sie nicht kleiner als auf Schuhgröße 37 einstellbar sind", meint Dr. Rupert Kisser, Leiter des Institutes "Sicher Leben". Bei Stürzen sind meist die Beine, Arme und Schultern in Mitleidenschaft gezogen. Durch das Fehlen einer Sicherheitsbindung ist die Gefahr von Unterschenkelbrüchen erheblich. "Man sollte auf jeden Fall nur ein Produkt mit einer Sicherheitsbindung wählen", empfiehlt Kisser. "Besonders für Kinder sind Modelle mit starrer Bindung überhaupt nicht geeignet, obwohl die kurzen Skier auf den ersten Blick wie für Kinder gemacht scheinen." (APA)