Wien - Von Werksschließungen in England und den USA und Milliardendefiziten in Deutschland unberührt gibt sich Opel Austria. Das Getriebe- und Motorenwerk in Wien-Aspern plant, heuer die Motorenproduktion um mehr als 15 Prozent auf mehr als 500.000 Stück steigern, erwartet Franz Rottmeyer, Generaldirektor von Opel Austria. In der Vergangenheit sei ein höherer Bedarf nicht durch mehr Personal, sondern durch zusätzliche Schichten bewältigt worden. "Sollte die Konjunktur zurück gehen, sind wir in der Lage, Sonderschichten auszuräumen. So lange nicht wirklich 'der Blitz einschlägt' habe ich keine Befürchtungen für die Arbeitsplätze", gibt sich Rottmeyer im Gespräch mit der APA optimistisch. Das Opel-Motoren- und Getriebewerk in Wien-Aspern, das in das neue Joint Venture zwischen GM und Fiat eingebracht wurde, erhält im kommenden Monat den neuen Namen "Opel Austria Powertrain" und wird etwa 2.300 Beschäftigte haben. 75 Personen der alten Opel Austria-Gesellschaft sind von der Anfang des Jahres gegründeten Vertriebsgesellschaft übernommen worden, weitere 25 wanderten in das weltweite GM-Fiat-Einkaufs-Joint Venture. "Sehr zufrieden" mit Gewinn Mit dem im vergangenen Jahr in Österreich erzielten Gewinn sei er "sehr zufrieden", sagte Rottmeyer. Bei einem Umsatz von 19 Mrd. S (1,4 Mrd. Euro) habe er 1,1 Mrd. S nach knapp 1,3 Mrd. S 1999 betragen. Hauptverantwortlich für den leichten Rückgang sei eine nicht eingeplante Verteuerung von in der Produktion eingesetzten Edelmetallen. Nicht unzufrieden zeigt sich Rottmeyer mit dem im vergangenen Jahr erzielten Vertriebsergebnis - trotz um 2.500 gesunkener Neuzulassungen und einem Marktanteilsverlust von 10,4 auf 9,7 Prozent. "Die Verfügbarkeit der Autos war nicht ganz so, wie wir sie gerne gehabt hätten" - beispielsweise beim stark nachgefragten Opel Zafira und diversen Dieselmodellen. Mit 10,5 Prozent Marktanteil soll Opel im Verkauf heuer wieder an die Marktposition von 1999 anschließen - "das schaffen wir, wenn wir bekommen, was wir brauchen". (APA)