Klagenfurt - Insgesamt 39 kleine Volksschulen in Kärnten sind von der Schließung bedroht. Auf Grund der Sparzwänge müsse es zu einer Reduzierung der Kosten kommen, fordert das Land von den Gemeinden. In der Praxis bedeutet das vor allem die Schließung bzw. Zusammenlegung von Schulen. Die Gemeinden befürchten dadurch Abwanderungen. Betroffen sind etwa die Volksschule Kömmel bei Bleiburg mit elf Schülern und die Schule Radsberg in der Gemeinde Ebenthal, in der momentan 13 Kinder unterrichtet werden. Das Land Kärnten, von dem die Lehrer bezahlt werden, machte die Gemeinden als Schulerhalter in einem Brief darauf aufmerksam, dass kleine Schulen aufgelassen werden müssten. Während nämlich die Anzahl der Schüler immer weiter zurück gehe, gebe es keine Einsparungen beim Personal, beklagt die Landesregierung. Deshalb werden die Gemeinden aufgefordert, tätig zu werden und Schulen zusammen zu legen. Doch die Gemeinden reagieren auf den Vorstoß des Landes durchwegs negativ. Sie befürchten Nachteile für Eltern und Schüler und rechnen mit einer verstärkten Abwanderung der Bevölkerung aus ohnehin unterprivilegierten Randgebieten des Landes. Kritik an möglichen Schließungen kommt aber auch von der Vertretern der Kärntner Slowenen. Sie befürchten Verschlechterungen beim Slowenisch-Unterricht, denn in Unterkärnten sind fast durchwegs zweisprachige Schulen von den Sparplänen des Landes betroffen. Weniger Schulstandorte würden auch die Assimilierung der Minderheit voran treiben, befürchten die Slowenen-Vertreter. (APA)