Madrid - Nach einem rapiden Anstieg der Zahl der BSE-Fälle wächst in Spanien die Angst, dass der Rinderwahnsinn das Ausmaß einer Epidemie annehmen könnte. Bei den bisherigen Schnelltests war nach Presseberichten vom Mittwoch bei einem von 1.000 untersuchten Rindern der Befund positiv. Spanien war vor kurzem noch BSE- frei BSE-Schnelltest werden in Spanien erst seit kurzem gemacht. Bei 15 000 Tests wurden 17 Fälle festgestellt - davon allein fünf am Dienstag. Bis zum Jahresende sind 500.000 Tests geplant. Damit könnte Spanien, das bis vor kurzem noch als BSE-frei gegolten hatte, bis zum Jahresende auf 500 Fälle von Rinderwahnsinn kommen. Agrarminister und Europaparlamentarier hat nebenbei Agrargeschäfte betrieben Zugleich geriet Agrarminister Miguel Arias Canete immer stärker in die Kritik. Nach Angaben der Zeitung "El Pais" hatte der Minister Ende vorigen Jahres der Öffentlichkeit den ersten BSE-Fall zwei Monate lang verschwiegen. "El Periodico de Catalunya" berichtete, Arias Canete habe als Europaparlamentarier nebenbei Agrargeschäfte betrieben. Damit habe er jahrelang gegen den Codex verstoßen, den Spaniens Ministerpräsident Jose Maria Aznar für die Politiker in seiner konservativen Volkspartei (PP) eingeführt hatte. Die Ehefrau des Ministers sei an Betrieben zur Aufzucht von Kampfstieren beteiligt. (APA/dpa)