Tokio - Japans Wirtschaft ist wie erwartet im dritten Quartal nach revidierten Zahlen geschrumpft. Die japanische Regierung revidierte am Donnerstag in Tokio das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) für den Zeitraum von Juli bis September im Quartalsvergleich auf minus 0,6 Prozent von zuvor plus 0,2 Prozent. Von Reuters befragte Analysten waren im Durchschnitt davon ausgegangen, dass die Wirtschaft im Quartal um 0,5 Prozent geschrumpft war. Finanzminister Kiichi Miyazawa hielt dennoch an dem Wachstumsziel der Regierung von 1,2 Prozent für das gesamte Fiskaljahr (bis Ende März) fest. "Ich glaube nicht, dass wir unsere Erwartungen einer nachhaltigen Erholung am Ende dieses Fiskaljahres und bis ins nächste Jahr ändern müssen", sagte auch der stellvertretende Wirtschaftsminister Eiji Kawade. Die Kurse am Aktienmarkt gaben in Folge der Wachstumsrevision deutlich nach. Der Nikkei-225-Index fiel zwischenzeitlich um knapp drei Prozent und damit zum ersten Mal seit Oktober 1998 unter die psychologisch wichtige Schwelle von 13.000 Punkten, erholte sich bis zum Schluss aber auf 13.138,23 Zähler. Das ist der tiefste Stand der letzten 27 Monate. Für den Kursrutsch waren nach Analystenangaben auch schlechte Ergebniserwartungen im Technologiesektor verantwortlich. (Reuters)