Belgrad - In Serbien schließen sich immer mehr Gefangene einem Hungerstreik an, um die Verkürzung ihrer Haftstrafen zu erreichen. In der Haftanstalt in Nis verweigerten am Donnerstag hunderte Insassen die Nahrungsaufnahme, wie die Gefängnisleitung mitteilte. In den Gefängnissen in Sremska Mitrovica und Zabela befinden sich bereits seit Dienstag hunderte Häftlinge im Hungerstreik. Nach Gefängnisrevolten im vergangenen Herbst hatte die Regierung eine Verkürzung der Haftstrafen in bestimmten Fällen zugesagt. Im serbischen Parlament wurde am Montag der Entwurf für ein Amnestiegesetz eingebracht, der erhebliche Verkürzungen der Haftstrafen vorsieht. (APA/AP)