Wien - Die Analysten heimischer Großbanken erwarten für die börsenotierte Wienerberger ein deutlich verbessertes Ergebnis. Die Baustoffgruppe wird morgen, Freitag, die vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2000 bekannt geben. Wie ein APA-Rundruf unter Analysten ergeben hat, werden sowohl beim operativen Ergebnis (EBIT) als auch beim Umsatz zweistellige Zuwächse erwartet. Der Durchschnitt der Expertenprognosen für den Betriebserfolg liegt bei 257,3 Mill. Euro, gegenüber dem Vorjahreswert (187,8 Mill. Euro) errechnet sich daraus eine Steigerung von rund 37 Prozent. Die Bandbreite der Schätzungen reicht von 247 bis 270 Mill. Euro. Der Gruppenumsatz wird von den Analysten in einer Bandbreite von 1,632 bis 1,670 Mrd. Euro erwartet. Der Durchschnitt der Prognosen liegt bei 1,653 Mrd. Euro. Das bedeutet gegenüber dem Vorjahr (1,338 Mrd. Euro) eine erwartete Verbesserung um 24 Prozent. Kauf-Empfehlung Angesichts der historisch gesehen sehr günstigen Bewertung sowie dem zur Zeit sehr positiven Stimmung füpr die Branche raten die befragten Banken unisono zum Kauf der Wienerberger-Aktie. Die CA IB und die Erste Bank stufen Wienerberger aktuell mit "Buy" ein, die RZB sieht die Aktie als "strong buy". Der erwartete Ergebnisrückgang je Aktie von durchschnittlich geschätzten 2,43 Euro im Jahr 2000 auf 2,02 Euro im Folgejahr 2001 wurde von Analysten mit Einmaleffekten, wie beispielsweise dem Verkauf der ehemaligen Tochter Treibacher, erklärt. Wienerberger erwartet - wie berichtet - aus dem Verkauf der Treibacher einen Zusatzgewinn nach Steuern von 58 Mill. Euro (795 Mill. S) im Geschäftsjahr 2000. (APA)