Lange hatte der deutsche Linux-Distributor SuSE Linux AG dementiert, nun steht es fest: ein Großteil seiner Mitarbeiter in den USA wird entlassen. SuSE plant das US-Geschäft "neu auszurichten", wie der Firmensprecher mitteilte. Zwei Drittel der Mitarbeiter müssen gehen und die restlichen 15 sollen im kalifornischen Oakland den amerikanischen Standort weiter aufbauen. Der technische Support wird nun doch nach Europa verlagert.Einsparungspotenziale führten zu dieser Vorgehensweise Einsparungspotenziale durch die Zusammenlegung des gesamten technischen Supports in Europa haben diese Vorgehensweise notwendig gemacht. Zwar ist der US-amerikanische Markt für das Unternehmen weiterhin wichtig und soll durch die Neuorganisation effektiver und kundenorintierter arbeiten. Schon in den nächsten Wochen wird das Unternehmen neue Produkte für den amerikanischen Markt präsentieren. Wie Heise berichtet, stellt Volker Wiegand, US-Chef von SuSE Inc., hingegen die gesamte bisherige Geschäftsgrundlage von Linux-Dienstleistern in Frage: "Linux als Geschäft zu betreiben funktioniert so nicht mehr." Es gehe nicht an, dass den Kunden versprochen wird, sie bekämen "neueste Technik kostenlos". "Wir können die Naturgesetze nicht neu erfinden", meinte Wiegand weiter, "die Kunden müssen wissen, dass ein gutes Produkt auch etwas kostet." Als Alternative müsse Linux bessere Technik als die Anderen aber zum gleichen Preis anbieten. (red)