Innsbruck - Die Tiroler SPÖ will sich in Zukunft am Weg ihrer Burgenländischen Parteifreunde orientieren. Frei nach dem Motto der Burgenländischen SPÖ "Lust und Freude" wolle die SP-Tirol ihren Weg gehen, erklärte Landesparteivorsitzender, LHstv. Herbert Prock in einer Pressekonferenz am Freitag in Innsbruck. Nach dem schwächsten Wahlergebnis für Prock als Parteichef am Landesparteitag im vergangenen November mit nur 66 Prozent der Delegiertenstimmen will Prock nun seine Funktion als Parteiobmann mehr in den Vordergrund stellen. In einer Klausur des Landesparteivorstandes am vergangenen Wochenende - unterstützt vom burgenländischen Klubobmann Norbert Darabos - habe man sich für die Schaffung neuer Arbeitsgruppen entschieden. Künftig sollen die Stellvertreter des Parteivorsitzenden mit speziellen Aufgaben betraut werden. Für deren Kontrolle und Koordination zeichnet der SP-Landesgeschäftsführer Manfred Jenewein verantwortlich. Die Partei werde sich nicht in der Landeshauptstadt "zentralisieren", erklärte Prock. Man wolle verstärkt in der Kommunalpolitik agieren und "nahe am Leben ansetzen". Good Vibes... Die Stimmung innerhalb der Partei bezeichneten Prock und Jenewein als positiv. Prock werde künftig seine Rolle als Parteiobmann mehr in den Vordergrund stellen und nach außen tragen. Man wolle "offensiv vorgehen" und "nicht nur bewahren und verteidigen". Prock werde die Position der Partei "deutlicher machen", reagierte der Parteivorsitzende auf die Vorwürfe innerhalb der Partei nach der Wahl Procks, zuwenig "Ecken und Kanten zu zeigen" und der Volkspartei die politische Bühne zu überlassen. Mit den "Hauptkritikern" nach Procks Wiederwahl, den Jugendvertretern und den Gewerkschaftern würden Gespräche geführt, "die Sache sei im Laufen", man bewege sich wieder "aufeinander zu", erklärte Prock. In den neuen Arbeitsgruppen werde Landtagsvizepräsident, LAbg. Ernst Pechlaner mit der Personalentwicklung betraut. Eine neue Aufgabenbeschreibung sei vor allem für die Bezirksgeschäftsführer notwendig. Die "angespannte", jedoch "nicht kritische" Finanzlage soll künftig in den Händen von LAbg. Hannes Gschwentners liegen. Die Kommunikation "nach innen und nach außen" werde von Klubobmann, LAbg. Walter Guggenberger übernommen und die Koordination mit "befreundeten Gruppen", wie den Natur- und Kinderfreunden oder den Sozialdemokratischen Gewerkschaftern von Landesrätin Christa Gangl. (APA)