Cagayan de Oro - Die philippinische Präsidentin Gloria Macapagal Arroyo hat zwei Verhandlungsteams eingesetzt, die Friedensgespräche mit den kommunistischen und moslemischen Rebellengruppen im Land führen sollen. "Wir gehen auf Friedenskurs", sagte die Präsidentin am Freitag in Cagayan de Oro. Ein Termin für die Gespräche, die auch vom Militär unterstützt würden, stehe noch nicht fest. Mit dem Kurswechsel beendet Macapagal Arroyo die Konfrontationspolitik ihres zum Rücktritt gezwungenen Vorgängers Joseph Estrada, der die Aufständischen zuletzt militärisch bekämpft hatte. Bei den Kampfhandlungen sind seit den siebziger Jahren rund 120.000 Menschen ums Leben gekommen. Nach Massenprotesten und wegen Korruptionsvorwürfen war Estrada am 20. Jänner zurückgetreten. Vor dem Obersten Gerichtshof ficht er die Amtsübernahme seiner früheren Stellvertreterin derzeit an. Im Süden der Philippinen hatten sich im Vorjahr die Armee und die Aufständischen der "Nationalen Moro-Befreiungsfront" (MNLF) auf einen Waffenstillstand geeinigt, der sich als unwirksam erwies. Die MNLF kämpft seit Jahrzehnten für einen unabhängigen islamischen Staat im Süden der überwiegend christlichen Philippinen. (APA/AP)