Wien - Vermeintlich in Sicherheit wiegten sich wegen der fortgeschrittenen Stunde jene drei Personen, die am 6. Februar gegen 22.20 Uhr den Zollbereich des Flughafens Wien den Zollbereich via dem so genannten Blau(EU)Kanal verlassen wollten. Doch die Beamten waren noch "hellwach" und machten den "Fund" ihres Lebens: 45 Kilogramm Kokain bedeuten den größten Drogenaufgriff in der Geschichte des Zollamtes des Airports. Die drei Männer gingen, wie das Zollamt Freitagabend mitteilte, hintereinander - jeder mit einem Rollkoffer "bewaffnet" - zielstrebig Richtung Ausgang. Verdächtig machten sich die mutmaßlichen Italiener laut Mitteilung durch ihre elegante Erscheinung, ihr südländisches Aussehen und vor allem ihre Kofferanhänger, auf denen der Transitflughafen Sao Paulo vermerkt war. Der 38-jährige Davide B., Ginseppe P. (54) und Giovanni G. (60) wurden zur Zollkontrolle "gebeten". Ein Blick in die Reisepässe ließ die Vermutung zu, dass diese verfälscht sein könnten, da sie am selben Tag durch die gleiche Person ausgestellt worden sind. Deshalb wurden auch die Rollkoffer genauer unter die Lupe genommen. Ginseppe P. öffnete zuerst seinen Koffer - sein Inhalt bestand aus einem mit Bekleidung und Frischhaltefolie umschlossenen Block. Dieser wurde mit einem Messer angestochen - die auf der Klinge verbleibende Substanz mittels Spraytest positiv auf Kokain getestet. Die Gepäckstücke von Giovanni G. und Davide B. hatten den gleichen Inhalt. Die Verdächtigen, aus Cordoba (Argentinien) via Sao Paulo und London kommend, gaben an, alleine zu reisen. Weitere Ermittlungen ergaben jedoch, dass nur Ginseppe P. mit seinem Namen gebucht war, die beiden anderen unter einer Gruppenbezeichnung. (APA)