München - Die deutsche Verbraucherschutzministerin Renate Künast (Grüne) fordert von der EU strengere Auflagen für Rindfleisch-Importe aus Drittstaaten. "Für den vorsorgenden Verbraucherschutz wäre es wünschenswert, wenn Importe den gleichen Regeln unterlägen wie die eigenen Produkte und zwar EU-weit", sagte Künast dem Nachrichtenmagazin "Focus". Da dies jedoch "schwer zu kontrollieren" sei, will die Ministerin in der Europäischen Union für eine vollständige Etikettierung mit Angabe des Herkunftslandes bereits vor dem 1. Jänner 2002 kämpfen. Derzeit gelten Tiermehl-Verbote, BSE- Tests und Risikomaterial-Entfernung nur für die 15 EU- Mitglieder. Mit ihrer Forderung geht Künast über die Pläne Brüssels hinaus. Die EU sieht vor, ab 1. April Import-Stopps für alle Länder zu verhängen, die Risikomaterial nicht entfernen. Ausnahmen sollen für Länder mit ganz geringem BSE-Risiko wie Argentinien und Neuseeland möglich sein. Tests und Tiermehlverbot für Drittstaaten sind bisher nicht geplant. (dpa)