"Wie mich wer nennt, ist mir sowieso wurscht." "Wichtig ist die Regelmäßigkeit. Viele fangen mit 40 oder 50 Jahren oder in der Pension erst mit dem Sport an. Dabei ist es entscheidend, immer die nötige Bewegung zu machen." "Ein paar Monate trainieren wie ein Depp und dann wieder gar nichts, das ist völlig sinnlos. Dabei muss man gar nicht oft in den roten Drehzahlbereich kommen. " "Mit wem ich arbeite, ist mir völlig gleich. Ich bin kein Nationalist." "Positives Denken, positives Denken, damit fang' ich nichts an. Die sollen überzeugt sein von sich, das ist alles. In der heutigen Zeit haben viele einen Vogel mit diesem Positivdenken. Viele Psychologen sind Psychopathen." "Ob ich eine WM genieße, hängt nicht vom Erfolg ab. Aber es ist schön, die Ausgelassenheit und Genugtuung von Athletinnen zu beobachten, zum Beispiel nach einem dreifachen Sieg." "Warum sollen die einen Lagerkoller bekommen? Die kommen mit dieser Situation ganz gut klar. Die müssen sich nur damit beschäftigen, wie sie am schnellsten von dort oben da runter kommen." "Beliebtheit interessiert mich nicht, ich will Erfolg haben. Die kompliziertesten Athletinnen sind mir die liebsten." "Die heute Schwächste kann morgen die Leaderin sein und umgekehrt. Das ist normal." "Ich bin kein Spekulant." "Die Amerikaner haben vielleicht die Eigenschaft, unbelastet an ein Ereignis heranzugehen, weil sie in so einem großen Land leben." "Das Ansehen vom Frauensport haben wir schon gehoben in den letzten Jahren." "Lösen muss man die Aufgaben, die gestellt werden. Und nicht die, die man lösen will." "Nicht die Trainer selektionieren die Läuferinnen. Sie selektionieren sich selbst." "Die sollen so einfach wie möglich runterfahren. Wie im Training. Das sind nur ein paar ganz Spezielle, die im Rennen zusetzen können." "Ich lese nicht Zeitung. Mich interessieren realistische Analysen." "Nimm einen Italiener her und einen Amerikaner. Dann ist der Österreicher so ziemlich in der Mitte." (DER STANDARD-Printausgabe, Montag, 12. Februar 2001, Zugehört hat Fritz Neumann.)