Frankfurt - Der Chef der palästinensischen Fatah-Jugendbewegung im Westjordanland, Marwan Barguti, hat die ersten Kontaktversuche von Palästinenser-Präsident Yasser Arafat zum neu gewählten israelischen Ministerpräsidenten Ariel Sharon kritisiert. "Ich bin mit dem Kurs der (palästinensischen) Autonomieregierung nicht einverstanden", sagte Barguti in einem Gespräch mit der "Frankfurter Rundschau" (Montag-Ausgabe). "Warum die Zeit mit Sharon verschwenden?" In wenigen Monaten werde jeder sehen, dass der Likud-Vorsitzende an Israels Regierungsspitze mit seinem Sicherheitskonzept scheitere so wie sein Vorgänger Ehud Barak. "Wer immer in Israel auf Sharon folgt, wird sich für einen kompletten Rückzug aus den besetzten Gebieten entscheiden, weil es keine andere Lösung gibt," meinte Barguti, der von Ramallah aus seine Tansim-Kämpfer kontrolliert. (APA/dpa)