Wer auf dem heimischen PC Video schauen möchte, erhält den besten Komfort und ausgefeilte Funktionen mit Video Disk Recorder (VDR) unter dem Betriebssystem Linux . Das berichtet das Computermagazin c't in seiner aktuellen Ausgabe. Es ist das herausragende Merkmal der Windows-Alternative Linux: Das Betriebssystem wird fortwährend im "Open-Source-Verfahren" weiterentwickelt. Das heißt, neue Programme stehen ganzen Nutzergruppen zur Einsicht, Kontrolle und Korrektur zur Verfügung, weshalb Linux den Ruf genießt, ein überaus absturzsicheres System zu sein. In einem solchen "Open-Source-Verfahren" ist auch VDR entstanden. Ansehen, ... Gedacht ist VDR für Empfang, Aufzeichnung und Wiedergabe von digitalen Satellitenprogrammen. Anders als alle bisherigen Digital-Recorder bietet VDR die Möglichkeit, eine Sendung aufzuzeichnen und zugleich eine beliebige andere anzusehen. Auch lässt sich via VDR eine Aufzeichnung während laufender Sendung ansehen und im bereits aufgezeichneten Teil nach Belieben vor- oder rückspulen, um interessante Passagen zu wiederholen. Ein besonderer Vorteil des VDR ist die flexible Steuerung der Aufnahmen. So kann man ganze Serien über Wochen im Voraus programmieren und per Internet sogar die Aufnahme des Lieblingsfilms von jedem beliebigen Rechner mit Online-Anschluss steuern - vorausgesetzt der PC zu Hause hängt am Netz. Auch die komfortablen Schnittfunktionen des VDR hebt c't hervor. Werbeblöcke können einfach mit wenigen Mausklicken entfernt werden. Aber einige Schönheitsfehler bringt das VDR-System mit sich, vor denen zum Teil auch andere digitale Videorecorder nicht verschont sind. Gelegentlich ruckeln die Bilder, es gibt keine VPS-Steuerung, und das gesamte Paket inklusive Rechner ist mit 1500 Mark relativ teuer. Geduld Insgesamt überwiegen die Vorteile von VDR. Aber wer mit dem Linux-Betriebssystem noch nicht vertraut ist, muss viel Geduld bei Installation und Einarbeitung mitbringen. Läuft der VDR erst einmal, ist die Bedienung denkbar einfach.