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Foto: Reuters/FEDOSENKO
Brüssel - Die Affäre um angebliche Betrügereien mit EU-Subventionen für den Flachsanbau in Spanien zieht immer weitere Kreise. Nach Angaben der Betrugsbekämfpungsstelle der EU, OLAF, vom Wochenende haben die bisherigen Ermittlungen jetzt auch Verbindungen zu anderen EU-Mitgliedstaaten ergeben. Wegen der nachweislichen Querverbindungen sei eine Verlängerung der Untersuchungen erforderlich, heißt es in einer OLAF-Aussendung. Ursprünglich sollte der Bericht über die Ermittlungsergebnisse, mit dem die Betrugsbekämpfungsstelle auf zahlreiche kritische Presseartikel in Spanien über Betrügereien in Milliardenhöhe mit den Flachsfördergeldern reagierte, dieser Tage vorgelegt werden. Inzwischen geht OLAF davon aus, den Bericht nicht vor Ende März abschließen zu können. Über den Inhalt wurde bei der Stelle jede Auskunft abgelehnt. Ein Sprecher verwies darauf, dass auch die nationalen Justizbehörden in den betroffenen Ländern mitarbeiteten. Für die Dauer der Untersuchung gelte das Amtsgeheimnis. Auf Anfrage wurde lediglich betont, dass Empfänger von Fördergeldern "sehr erfindungsreich" sein könnten. In die spanische Flachs-Affäre waren vermutlich hohe Beamte des Landwirtschaftsministeriums verwickelt, das damals von der jetzigen EU-Vizekommissionspräsidentin Loyola de Palacio gleitet wurde. (APA)