Für Spannung ist in der österreichischen Privatradioszene in den kommenden Monaten gesorgt: In Erwartung des neuen Privatradiogesetzes, das im vergangenen Monat im Parlament beschlossen wurde und mit 1. April wirksam werden soll, treten neue Interessenten auf den Plan. So hat etwa die "Kronen Zeitung" bei der Unterländer Lokalradio GmbH (Tirol) und bei der Salzburger Welle 1 angeklopft. In Oberösterreich haben sich das Linzer City Radio und Radio Plus (Salzkammergut) zu einem Funkhaus Oberösterreich zusammengeschlossen. Gleich mehrere Sender vermeldeten Interesse von Seiten der "Kronen Zeitung". Bei Welle 1 in der Mozartstadt ist sie dabei aber laut Geschäftsführer Stephan Prähauser auf wenig Gegenliebe gestoßen. "Wir haben kein Interesse, zu verkaufen", meinte er auf APA-Anfrage. Anfragen gebe es übrigens "immer wieder - auch aus Deutschland". Abgeblitzt ist die "Kronen Zeitung" auch in Tirol: Wie das "Funkhaus Tirol", eine Kooperation von fünf Tiroler Lokalradios, in einer Aussendung mitteilte, ist die Unterländer Lokalradio GmbH, im Raum Kufstein, Schwaz und Zillertal mit dem Programm U1 auf Sendung, als sechste im Bunde zum Funkhaus gestoßen. "Damit wurde einer Tiroler Privatradiolösung der Vorzug gegenüber einem lukrativen Kaufangebot der 'Kronen Zeitung' für den Unterländer Sender gegeben", hieß es. Auch Oberösterreich hat seit kurzem sein "Funkhaus": Wie der Linzer Sender City Radio mitteilte, hat man sich mit dem Gmundner Radio Plus zusammengeschlossen. Beide Sender treten nun unter der Dachmarke City Radio auf. "Zentrale" für das Funkhaus Oberösterreich ist der City-Radio Standort in Linz, wo laut Christian Lengauer, Geschäftsführer des neuen Funkhauses, auch das Mantelprogramm für beide Sender produziert wird. (APA)