Paris - Der ehemalige Elf-Manager Alfred Sirven wird erst nach dem Schmiergeldprozess in Paris vernommen. Ein für diesen Donnerstag vorgesehenes Verhör von Sirven zum Vorwurf der unlauteren Geschäftsmethoden im Zusammenhang mit dem Verkauf von sechs Fregatten an Taiwan kann deshalb noch nicht stattfinden, wurde am Montag aus Pariser Justizkreisen bekannt. Der laufende Elf-Schmiergeldprozess war auf den 12. März verschoben worden, damit Sirven seine Verteidigung vorbereiten kann. Sirven war am 2. Februar auf den Philippinen festgenommen und dann abgeschoben worden. In dem Prozess in Paris um Unterschlagung und Vorteilsnahme sind auch der frühere französische Außenminister Roland Dumas und seine ehemalige Geliebte Christine Deviers-Joncour angeklagt. Sie hat Sirven schwer belastet. Die beiden Untersuchungsrichterinnen wollten Sirven zu dem Korruptionsverdacht im Zusammenhang mit dem Fregatten-Verkauf befragen, der in dem laufenden Prozess nicht behandelt wird. In französischen Medien war von Spannungen zwischen den Untersuchungsrichterinnen und Richterin des Prozesses die Rede, weil alle rasch Aussagen von Sirven haben wollten. Beide Seiten haben sich nach den Angaben aber jetzt darauf geeinigt, erst den Prozess zu beenden. (APA/dpa)