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Reuters / Monika Flueckiger
Belgrad - Der jugoslawische Präsident Vojislav Kostunica hat direkte Friedensverhandlungen mit albanischen Rebellen in Südserbien abgelehnt. In einer am Dienstag in der Tageszeitung "Politika" veröffentlichten Erklärung schrieb Kostunica, ein Friedensplan sehe zwar die Hilfe der internationalen Gemeinschaft bei der Zusammenstellung einer Verhandlungsdelegation von Kosovo-Albanern vor. Dabei müsse aber sicher gestellt werden, dass keine "Führer der bewaffneten Gruppen" aus der Grenzregion Serbiens zum Kosovo bei den Gesprächen anwesend seien. Einen in der vergangenen Woche von der Zeitung veröffentlichten Plan, der den Ausschluss von Rebellen nicht vorsah, bezeichnete Kostunica als "vorläufig". In der "endgültigen Fassung" werde der Beitrag der internationalen Gemeinschaft bei den Friedensbemühungen zudem "weit geringer" sein "als manche dies wollen". In der Region seien es vor allem "alle Serben und Kosovo-Albaner selbst", die zu einer Entspannung der Lage beitragen könnten. Ungeachtet der laufenden Friedensbemühungen war es am Montag erneut zu schweren Kämpfen zwischen der jugoslawischen Armee und albanischen Rebellen gekommen. In Südserbien kämpft die pro-albanische Befreiungsarmee von Presevo, Medvedja und Bujanovac (UCPMB) mit Waffengewalt dafür, das Gebiet mit der unter UNO-Verwaltung stehenden Provinz Kosovo zu vereinigen. (APA)