Wien - Reges Interesse herrscht unter heimischen Unternehmen an einer Wiederbelebung der in den vergangenen Jahren schrumpfenden Geschäfte mit der Bundesrepublik Jugoslawien. An einer von der Wirtschaftskammer Östereich (WKÖ) organisierten Mission von Mittwoch bis Freitag dieser Woche werden rund 70 Repräsentanten von rund 50 österreichischen Firmen teilnehmen. Am Programm stehen Gespräche mit rund 300 jugoslawischen Unternehmen. Gute Exportchancen rechnen sich vor allem Firmen aus dem Bau- und Energiesektor aus, auch beim Aufbau der jugoslawischen Investitionsgüterindustrie bestehen nach Meinung der WKÖ "ein akuter Bedarf und gute Chancen". Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl hatte Ende Jänner eine erste "Markterkundungsreise" nach Belgrad angeführt. Im vergangenen Jahr hat sich der Handel noch unter der alten jugoslawischen Regierung wieder deutlich belebt: In den ersten zehn Monaten des Jahres 2000 wurden im Export mit 2,1 Mrd. S (153 Mill. Euro) um 50 Prozent mehr ausgeführt als im Vergleichszeitraum des Jahres davor. Die Importe aus Jugoslawien nahmen im gleichen Zeitraum um etwa 33 Prozent zu. (APA)