Paris - Das französische Institut für Agrarstudien INRA hat einen Gentest entwickelt, durch den festgestellt werden kann, ob das zum Verkauf angebotene Rindfleisch von einem BSE-infizierten Tier stammt. Wie INRA-Genforschungsleiter Bernard Bibe am Dienstag bekannt gab, handelt es sich um den selben DNS-Test, der herkömmlich zur Feststellung einer Vaterschaft verwendet wird. Durch die Erstellung einer "genetischen Identitätskarte" könne der Werdegang der Rinder "vom Stall bis zur Fleischbank" nachvollzogen werden, so Bibe. Bisher wurden nach Angaben des INRA 89 Fleischproben in drei Verkaufsstellen einer der größten Vertriebsketten Frankreichs behoben. Die Ergebnisse bezeichnete Bibe als "durchaus zufriedenstellend". Auf der Basis der Fleischprobe kann man bis zum Züchter zurückfinden und daher feststellen, ob die Angaben der auf der Etikette der Realität entsprechen. Es bestehe nur eine Möglichkeit auf zwei Milliarden, dass zwei Tiere die selbe Genkarte aufweisen, hieß es. (APA)