Brüssel - Bereits in der kommenden Woche werden die ersten Euro-Scheine von der EZB ausgeliefert. Allerdings sind sie als Zahlungsmittel später nicht zu gebrauchen, ihnen fehlen die Sicherheitsmarkierungen, und zudem sind sie nur einseitig bedruckt. Die Euro-Dummies werden an Verbände und Einrichtungen verteilt, die Behinderte und andere sensible Bevölkerungsgruppen betreuen. Diese werden Kurse abhalten, in denen sich die Bürger an das neue Geld gewöhnen können. Besonders dringlich war die Aktion von der Europäischen Blindenvereinigung gefordert worden. Die Auslieferung erfolgt schon früher als ursprünglich angekündigt. Im April sollen dann auch Euro-Modellmünzen an die Verbände verteilt werden. Auch die Münzen, die derzeit noch gar nicht geprägt sind, werden nicht identisch mit dem späteren "richtigen" Geld sein. Wie die Euro-Scheine auch, sollen sie aber alle Merkmale aufweisen, die wichtig sind um sich an das neue Geld zu gewöhnen, die Symbole, die es zu erkennen gilt oder Strukturen, die zu ertasten sind. Die Empfänger der Euro-Dummies müssen sich verpflichten, die Scheine und Münzen der EZB zum Jahresende wieder zurückzugeben.

Die Kosten der gesamten Aktion werden von der EU-Kommission mit 350.000 Euro (4,8 Mio. S) angegeben. (vwd)