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Foto: APA/Schneider
Wien - Eine gewaltige Portion "Wahlkampf-Feeling" wollen die Schüler des Kollegium Kalksburg in Wien-Liesing im Rahmen einer "Politischen Woche" vermitteln. Von 17. bis 24. Februar ringen dabei echte und "gestellte" Parteien um die Zustimmung der jungen Wählerschaft. Die Projektteilnehmer gehen als Vertreter von SPÖ, FPÖ, ÖVP, Grünen und LIF in einen einwöchigen Wahlkampf und versuchen, für die Endabstimmung am 24. Februar möglichst viele Stimmen zu gewinnen. Bereits vor Weihnachten wurden die einzelnen "Parteimitglieder" fixiert, um den Wahlwerbern eine gewisse Vorbereitungszeit für den Kräfte raubenden Wahlkampf einzuräumen. Der "Kern" jeder Partei besteht dabei aus einem Team von maximal sieben Mitarbeitern, wobei jeder den Namen eines realen Politikers übernehmen muss. Nach der Ausarbeitung einer Wahlkampf-Strategie - den Schülern wurden dafür Parteiprogramme und politikwissenschaftliche Lexika zur Verfügung gestellt - mussten die "Parteien" Plakate vorbereiten, die aber nur zwischen 17. und 24. Februar eingesetzt werden dürfen. Am Samstag (17. Februar) findet dann in allen Oberstufenklassen eine "Vorwahl" statt, die die "Parteien" über ihre Beliebtheit bei den Wählern informieren soll. Die Mandatsverteilung erfolgt nach dem Verhältniswahlrecht, auch Vorzugsstimmen können vergeben werden . Der eigentliche Wahlkampf beginnt dann am Montag (19. Februar): Alle Wahlwerber dürfen während der ganzen Woche Plakate aufhängen sowie vor Unterrichtsbeginn und in den Pausen Wahlkampf machen. Auch (von den echten Parteien gesponserte) Wahlgeschenke können dabei verteilt werden. Darüber hinaus bekommt jede Partei einen Tag zugesprochen, an dem sie in der großen Pause beim Schulbüfett exklusiv Wahlkampf betreiben darf. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt: Verwendet werden dürfen Podium, Mikrofon, Musik, Fernseher und andere Hilfsmittel. Unterstützung erhalten die Wahlwerber dann von den echten Parteien. Am Dienstag (20. Februar) können alle Oberstufenklassen an einer Podiumsdiskussion zum "Thema "Die Zukunft der Bildung" mit Vertretern von ÖVP, SPÖ, FPÖ, Grünen und LIF teilnehmen. Zugesagt haben bereits SPÖ-Bildungssprecher Dieter Antoni, sein Grün-Pendant Dieter Brosz sowie FPÖ-Wissenschaftssprecher Martin Graf und die Wiener LIF-Spitzenkandidatin Alexandra Bolena. Der Donnerstag (22. Februar) steht dann im Zeichen eines "politischen Stammtischs" mit den fünf Schüler-"Spitzenkandidaten". Die Endabstimmung am Samstag (24. Februar) läuft dann nach dem gleichen Modus wie die Vorwahl ab. Die stimmenstärkste Partei erhält aber nicht den Bürgermeistersessel, sondern Gutscheine für die Fahrschule Liesing. Als Begleitung zur "Politischen Woche" bringt die Schülerzeitung alle zwei Tage eine Zusammenfassung der Geschehnisse mit Wählerumfragen, Interviews und Wahlkampf-Berichten. Außerdem wird im Geschichtsunterricht in allen Oberstufenklassen die politische Landschaft Österreichs schwerpunktmäßig behandelt. (APA)