Wien - Über ein neues Rekordjahr bei den Förderungen berichtete der Präsident des Forschungsförderungsfonds für die gewerbliche Wirtschaft (FFF), Gunther Krippner, bei seiner ersten Bilanzpressekonferenz am Mittwoch in Wien. Krippner ist erst seit wenigen Wochen im Amt, er löste Werner Frantsits ab, der neun Jahre die Leitung des FFF innehatte. Im Jahr 2000 wurden vom FFF 903 Forschungs- und Innovationsprojekte heimischer Unternehmen mit der Rekordsumme von 3,5 Mrd. S (254 Mill. Euro) gefördert, berichtete FFF-Geschäftsführer Günter Kahler. Das entspricht einem Plus von 26 Prozent gegenüber 1999. Dem Fonds standen im Vorjahr Bundesmittel in der Höhe von 500 Mill. S zur Verfügung, zum Vergleich, 1999 lag diese Summe bei 471,8 Mill. S. Dazu seien 150 Mill. S aus der so genannten Technologiemilliarde an den FFF geflossen, das Infrastrukturministerium habe einen Vorgriff auf Bundesmittel 2001 im Ausmaß 500 Mill. S genehmigt. Fördermittel der ÖNB stiegen auf 363 Millionen Schilling Die Fördermittel der Österreichischen Nationalbank (ÖNB) stiegen 2000 auf 363 Mill. S, 1999 waren es 361,5 Mill. S. Zusätzlich zu diesen Barzuwendungen übernahmen Bund und FFF Haftungen für Bankdarlehen in der Höhe von 931,1 Mill. S. Die restliche Finanzierung für 2000 kam laut Kahler aus Darlehensrückflüssen und Zinsen erfolgreicher Projekte sowie EU-Regionalmitteln. Auch bei den Einreichungen weiß der FFF für 2000 von einer deutlichen Steigerung zu berichten. Insgesamt 1.227 Projekte eingereicht, um 20 Prozent mehr als im Jahr davor. Laut Krippner ist die Steigerung der Forschungsförderung durch den FFF von 1999 auf 2000 ein wichtiger Beitrag zur Anhebung der Forschungsquote bis 2005 auf 2,5 Prozent gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Österreich. Damit die erklärte Marschrichtung der Bundesregierung stimme, müsste der FFF für das laufende Jahr rund 1,8 Mrd. S an öffentlichen Zuwendungen (hauptsächlich Bund und ÖNB) erhalten, 2000 lag diese Summe bei 1,5 Mrd. S. Weitere Steigerungen sollten bis 2005 zu einer Summe von 3,9 Mrd. S führen. Krippner kündigte für die nächste Zeit auch Schwerpunktsetzungen an, so sollen Jungunternehmer speziell gefördert werden. "Wir haben das durchgerechnet, das Vorhaben wird möglich sein, ohne dass die anderen Bereiche zurückstecken müssen", so der FFF-Chef. Einen weiteren Schwerpunkt will Krippner bei branchenübergreifenden Forschungsvorhaben setzen. Gesamtlösungsanbieter seien immer mehr gefragt. (APA)