London - Eine Studie zweier schottischer Universitäten hat ergeben, dass von Gasherden abgegebener Dampf die Lungenzellen schädigen kann. Kleine verunreinigte Partikel, die durch die Verbrennung von Gas entstehen, sollen demnach Entzündungsprozesse in der Lunge auslösen, wie das Journal Occupational and Environmental Medicine berichtet. Die Forscherteams sammelten Proben so genannter PM10s. Diese verunreinigten Partikel stammen sowohl von Gas- als auch von Elektroherden. Im Laborversuch wurden diese an Zellkulturen weiter gegeben, die sich gewöhnlich an der Lungenoberfläche befinden. Die Studienautoren betonen allerdings, dass zwar theoretisch genug Partikel vorhanden seien, um eine Inflammation auszulösen, das Risiko aber dennoch minimal sei. Experten sehen in den häuslichen Verunreinigungen allerdings einen wesentlichen Beitrag zur Gesamtaufnahme derartiger Teilchen. "Die Konzentrationen in Küchen können teilweise sehr hoch sein", erklärte Mark Niewenhuijsen vom Imperial College London . Er rät zu einer verstärkten Lüftung der Küchen, da so das Risiko gemindert werden könnte. "Dämpfe von gekochtem Essen verursachen in vielen Fällen allerdings mehr Probleme als verbranntes Gas", erläuterte Niewenhuijsen. Insbesondere die Dämpfe von chinesischem Essen seien problematisch. Einer Studie zu Folge hätten im Durchschnitt chinesische Frauen häufiger Atemstörungen. Theoretisch könnten diese durch verunreinigte Gaspartikel verstärkt werden. (pte)