Washington D.C. - Senator John Kerry aus Massachusetts will die Pläne des neuen amerikanischen Präsidenten George Bush nach Ölbohrungen in der Arktis zu verhindern. Das Arctic National Wildlife Refuge in Alaska müsse als Naturschutzgebiet bestehen bleiben. Er sehe die Ölbohrungen in der Wildnis als starrköpfig und verbohrt, berichtet die New York Times. "Die meisten Senatoren sind gegen die Bohrungen im Naturschutzgebiet. Ölbohrungen wecken falsche Hoffnungen für Bürger, die heute unter Energieversorgungsproblemen leiden", so der demokratische Senator. Es sei in diesem Zusammenhang auch notwendig, Bush über die falsche Energiepolitik aufzuklären, die unzumutbar sei. Er selbst kündigte an, wenn es notwendig sei, mit einem Filibuster das Thema Ölbohrungen in der Arktis zu verhindern. Den Senatoren steht nach der amerikanischen Verfassung das Recht zu, durch Marathonreden die Verabschiedung eines Gesetzes zu verhindern. Das so genannte Filibuster wird im Senat insbesondere von Minderheiten praktiziert und kann durch ein legislatives Übereinkommen beendet werden. Republikanische Senatoren wollen zur Lösung der Energieprobleme mit Sofort-Maßnahmen jegliche Bohrungen nach Öl erlauben. Bohrungen in der Arktis hätte nach Ansicht der Republikaner keinen großen Einfluss auf das Wildleben. Umweltschutzorganisationen hingegen erklärten, dass sie mit allen Mitteln Ölbohrungen in Alaska verhindern wollen.(pte)