Frankfurt - Lagermöglichkeiten für Rindfleisch gibt es nach Einschätzung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) in Deutschland genug. Allenfalls beim Einfrieren großer Mengen könne es Engpässe geben, sagte BLE-Präsident Günter Drexelius. Vor dem Einlagern werde das Fleisch schockgefroren und sei danach bei Temperaturen von minus 20 bis minus 30 Grad sicher drei Jahre lang lagerfähig. Fleisch erst einzufrieren und dann zu vernichten, wäre nach Auffassung von Drexelius aber falsch. "Darin sehe ich keinen Sinn." Die Entscheidung darüber müsse vorher getroffen werden. Zur Zeit liegen in den deutschen Tiefkühlhäusern nach Angaben von Drexelius rund 15.000 Tonnen Rindfleisch. Es stammt von etwa 40.000 Jungbullen, die seit Ende 2000 von der Bundesanstalt zur Marktentlastung aufgekauft wurden. Im Rahmen der zeitlich nicht befristeten Intervention zahlt die BLE den Bauern für Jungbullen derzeit 3,90 DM (2 Euro/27,4 S) je Kilogramm. Die Intervention greift immer dann ein, wenn der Marktpreis unter ein bestimmtes Niveau sinkt. (APA/dpa)