Wien - Die Software AG, Darmstadt, nach Eigenangaben größter europäische Anbieter von Systemsoftware, hat im vergangenen Geschäftsjahr 2000 nach vorläufigen Zahlen ein Rekordergebnis von 113 Mill. Euro vor Steuern erzielt. Das bedeutet gegenüber 1999 (66 Mill. Euro) ein Plus von 70 Prozent. In der 100-prozentigen Österreich-Tochter in Wien sei der Umsatz auf den Rekordwert von 150 Mill. S gestiegen, sagte Vorstandsdirektor Walter Weihs am Mittwoch. Für 2001 ist ein Umsatzplus von 25 Prozent auf mehr als 200 Mill. S geplant. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) wuchs um mehr als 60 Prozent. Außer operativen Verbesserungen seien im konzernweiten Ergebnis auch Einmalerträge aus Beteiligungsveränderungen enthalten. Der Gewinn je Aktie stieg 2000 auf rund 2,55 Euro. Der Umsatz im Software-Konzern erreichte 2000 rund 416 (366) Mill. Euro. Den größten Anteil daran hatten Erlöse aus Dienstleistungen mit 155 (Vorjahr: 128) Mill. Euro, gefolgt von Lizenzen mit 133 (Vorjahr: 114) Mill. Euro und Wartung mit 128 (122) Mill. Euro. Die offiziellen Bilanzzahlen werden am 7. März veröffentlicht. Im laufenden Geschäftsjahr 2001 erwartet das Unternehmen eine Umsatzsteigerung von rund 48 Prozent bei unverändert hoher operativer Marge von 21 Prozent vor Steuern. Motor XML Wichtigster Schwerpunkt und Motor des künftigen Wachstums der Software AG ist laut Weihs das universelle Datenformat XML (Extensible Markup Language), das branchenunabhängig den weltweiten Informationsaustausch sowie die Strukturierung nach inhaltlichen Kriterien ermöglicht. Dieser ganzheitliche Ansatz bewirke besonders bei der Datenverwaltung und -speicherung Performance-Gewinne, so Weihs. Die Software AG habe als erstes Unternehmen auf XML gesetzt, das der Standard der Zukunft sein werde. Die Software AG verfüge in diesem Bereich international und österreichweit über einen Marktanteil von weit über 50 Prozent. Die Software AG ist mit mehr als 30 Töchtern in über 60 Ländern vertreten. Insgesamt werden weltweit 2.700 Mitarbeiter beschäftigt. Zu den Kunden in Österreich zählen namhafte Finanzhäuser, das Magistrat Wien oder Versicherungen. Zusammen mit dem Mobilfunkbetreiber max.mobil hat die Software AG Österreich ein Datenübertragungsmodell für die Krankenpflege der niederösterreichischen Volkshilfe über WAP-Handys auf XML-Basis entwickelt. (APA)