London - Die gentechnische Erzeugung schnell wachsender Forellen wirft erhebliche Probleme auf. Wie die britische Fachzeitschrift "Science" in ihrer jüngsten Ausgabe berichtet, wurde durch die Veränderung des Erbguts, die von einem Forscherteam im kanadischen Vancouver vorgenommen wurde, bei Regenbogen-Forellen eine Vielzahl von Missbildungen hervorgerufen. Darüber hinaus wurde in manchen Versuchen nicht einmal eine Beschleunigung des Wachstums erreicht. Für die Versuche wurden zwei Forellen-Arten ausgewählt - einerseits die in freier Natur lebende Regenbogen-Forelle, andererseits die auf Forellenfarmen gezüchtete Art, die durch die erfolgte Zuchtauswahl bereits starke Veränderungen des Erbguts erfahren hat. Bei der frei lebenden Forellenart wurde immerhin eine deutliche Beschleunigung des Wachstums erzielt. Nach 14 Monaten brachten solche Forellen das 17-fache des Gewichts nicht gen-manipulierter Artgenossen auf. Aber die Forscher mussten feststellen, dass das schnelle Wachstum oftmals mit starken Missbildungen des Schädels einherging. Bei der auf Forellenfarmen gezüchteten Art wurde, wenn sie gentechnisch verändert wurde, überhaupt keine Beschleunigung des Wachstums erreicht. Außer den Schädelmissbildungen hatten die Eingriffe der Genforscher auch den Nachteil, dass alle Forellen vor dem fortpflanzungsfähigen Alter starben. (APA)