Wien - Eine "sinnvolle Ergänzung" für den AUA-Konzern sehen Analysten in der bevorstehenden Totalübernahme des Vorarlberger Nischen-Carriers Rheintalflug durch Austrian Airlines (AUA). "Jetzt hat die AUA-Gruppe keine Konkurrenz mehr in Österreich", sagte Erste Bank-Analyst Georg Waldner am Donnerstag. Der Deal passe gut in das "Stammhauskonzept" der AUA, bestätigte neben Waldner auch RZB-Analystin Klara Szekkfy. Unter dem gemeinsamen Dach sei die AUA das Flaggschiff des Konzerns, die Lauda Air decke das Geschäft im Charterverkehr ab und die neu hinzustoßende Rheintalflug bediene mit der Tyrolean Airways den regionalen Flugverkehr, führte Waldner dazu aus. Mit der Rheintalflug, die im Jahr 2000 eine Viertelmillion Passagiere befördert hat, kauft die AUA 430 Mill. S Umsatz zu. Auf die Ertragslage des AUA-Konzerns sollte die Akquisition positiven Einfluss haben, glauben die Analysten. Seine Gewinnschätzungen für AUA will Waldner vorerst noch beibehalten: "Wir kennen die Zahlen von Rheintalflug ja noch nicht." Das Unternehmen dürfte aber "profitabel" sein. Aktien im Aufwind AUA zeigten sich an der Wiener Börse mit einem Anstieg von 3,01 Prozent (35.900 Aktien) auf 15,40 Euro. Schon in den letzten Wochen hatte die AUA-Aktie zugelegt. Die Gründe dafür waren aber immer wo anders gesucht worden. (APA)